Moritz Ostruschnjak - AUTOPLAY © Franziska Strauss
Moritz Ostruschnjak - AUTOPLAY © Franziska Strauss

Moritz Ostruschnjak
(Deutschland)



AUTOPLAY

Ort: schwere reiter
Donnerstag, 7. Juli, 19 Uhr
Freitag, 8. Juli, 10 Uhr und 19 Uhr
 

Choreografie: Moritz Ostruschnjak in Zusammenarbeit mit

Daniela Bendini und den Tänzer*innen | Tanz: Annamaria Ajmone, Daniel Conant, Cristian Cucco, Antoine Roux-Briffaud | Video: Moritz Stumm |
Music mixing & editing: Jonas Friedlich | Dramaturgie: Armin Kerber |
Licht: Andreas Harder | Kostüm: Daniela Bendini, Renate Ostruschnjak |

Tontechnik: Paolo Mariangeli | Produktionsleitung: Hannah Melder
 
Der geniale Künstler, der dank seiner kreativen Kraft Originale aus dem Nichts erschafft, ist im digitalen Festungsgraben verschwunden. Der Münchner Choreograf Moritz Ostruschnjak hat mit „AUTOPLAY“ ein Tanz-Mashup aus 1000 Diebstählen kreiert, in dem die Copy & Paste-Taste zum Leitmotiv befördert wurde. Alles schon da gewesen: Jede Bewegung, jeder Ton, jedes Bild ist ein Objet trouvé aus dem World Wide Web, von zeitgenössischer Choreografie bis zum Harlem Shake, vom Videogame „Fortnite“ bis zur Shampoo-Werbung, vom Selfie-Style auf Instagram bis zur global vermarkteten Pose von Michelangelos David – alles wird neu kombiniert, reorganisiert und gemixt. „AUTOPLAY“ schickt das Publikum in einen Raum aus immer neuen Hyperlinks, in dem die unwahrscheinlichsten Verknüpfungen aufgerufen werden und sich zu einem Narrativ zusammenfügen. Utopie und Konsumterror, Subkultur und Populismus sind dabei immer nur einen Klick voneinander entfernt.
 

Moritz Ostruschnjak befasst sich in seinen Arbeiten mit den Veränderungen der körperlichen und sozialen Erlebnisfähigkeit in Zeiten der Digitalisierung und Virtualisierung. Ursprünglich kommt Moritz Ostruschnjak aus der Sprayer-Szene. Über Breakdance entwickelte sich sein Interesse für den zeitgenössischen Tanz. Er studierte bei Iwanson International in München und vervollständigte seine Ausbildung bei Maurice Béjart in Lausanne. Es folgten Engagements als Tänzer im In- und Ausland. Seit 2013 arbeitet er als freischaffender Choreograf in München. 2020 wurde er mit dem Förderpreis Tanz der Stadt München für seine künstlerische Arbeit ausgezeichnet und erhielt 2022 die dreijährige Optionsförderung des Kulturreferates der Landeshauptstadt München.

Eine Produktion von Moritz Ostruschnjak. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und durch den BLZT, Bayerischer Landesverband für zeitgenössischen Tanz, aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Realisiert durch eine Residenz des Theater Freiburg. Der Künstler wird unterstützt vom Netzwerk Grand Luxe 2019/20 und ist Mitglied des Tanztendenz München e.V.

www.moritzostruschnjak.com