THINK BIG! #7
Alles anders als geplant

Nach einer knapp zweijährigen Planungsphase stehen wir jetzt, im Mai 2020, auf gänzlich neue Art und Weise vor der Frage, die uns seit den THINK BIG!-Anfängen maßgeblich antreibt: Was bewegt uns? Und wie? Und was muss passieren, dass man selbst aufspringen und tanzen will?

Von 9. bis 18. Juli hätte die siebte Ausgabe des biennalen Festivals THINK BIG! in München stattfinden sollen. Das internationale Festival, das von FOKUS TANZ/Tanz und Schule e.V. in Kooperation mit der Schauburg veranstaltet wird, schließt eine kulturelle Lücke. Das Programm spricht ein Publikum ab 6 Jahren an; vormittags finden Vorstellungen für Schulklassen statt, die Abendvorstellungen richten sich an Familien und Jugendgruppen. Künstler*innen aus aller Welt wollten insgesamt 15 Produktionen auf zwei Programmschienen vorstellen: „explore dance“ war dem „Think Big“-Teil gewissermaßen vorgeschaltet und sollte sieben Stücke (z. T. Uraufführungen) aus Potsdam, Hamburg und München präsentieren, die in den letzten Monaten im Rahmen von explore dance – Netzwerk für junges Publikum entstanden sind.

Daran sollte THINK BIG! mit einem internationalen Tanz-, Musiktheater- und Performance-Programm für junges Publikum anschließen, mit acht Projekten aus Belgien, den Niederlanden, Deutschland, Großbritannien und Indien. Geplant waren: Nicole Beutler Projects / Dox mit „Role Model – Dance Concert“, Compagnie Laika mit „De Pasant / On the Road“, Cie. Nyash / Caroline Cornélis mit „10:10“, Tabea Martin mit „Forever“, Kabinet K & Thomas Smetryns mit „As long as we are playing“, Gandini Juggling & Seeta Patel mit „Sigma“, die Compagnie Oorkan und das Cello8ctet Amsterdam mit „Cellosturm“, Curious Seed mit „Teenage Trilogy“ und Diya Naidu mit ihrem Stück „Red Dress Waali Ladki“.

Alle Produktionen haben eine inhaltliche Gemeinsamkeit, die ganz unterschiedlich umgesetzt wird: In allen spielen die Ideen von Nähe und Freiheit eine wesentliche Rolle. Wie brisant sich gerade diese beiden Pole des menschlichen Miteinanders entwickeln würden, konnte bei der Programmplanung niemand absehen. Die Pandemie machte diese Pläne zunichte: Da der Tanz von physischer Berührung lebt, war die Probenarbeit nicht mehr realisierbar. Da so gut wie jede Company international zusammengesetzt ist und ihre Mitglieder an unterschiedlichen Orten und oft in verschiedenen Ländern leben und arbeiten, war es bei geschlossenen Grenzen nicht mehr möglich, zusammenzukommen und miteinander zu arbeiten.

Die letzten Wochen waren vom Abwarten und von vielen Überlegungen geprägt, wie es nun weitergehen kann. Simone Schulte-Aladag und Andrea Gronemeyer haben sich notgedrungen entschieden, die ursprüngliche Festival-Fassung abzusagen. Dennoch wird es im Juli sowohl explore dance als auch THINK BIG! geben – wenn auch in veränderter Form.

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